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Warum Sie in WordPress keine Videos hochladen sollten

Warum Sie in WordPress keine Videos hochladen sollten

Bilder, Audiomaterial und vor allem Videos werten eine Website erheblich auf. Wer WordPress als Content-Management-System nutzt, sollte jedoch davon absehen, letztere direkt in die eigene Mediathek hochzuladen. Warum, wieso, weshalb erklärt dieser Artikel.

Videos erfreuen sich bei Website-Besuchern außerordentlicher Beliebtheit. So ist es kein Wunder, dass die Betreiber von Internetangeboten versuchen, eben solche in ihre Beiträge einzubinden, sofern es irgendwie möglich ist. Wie andere Content-Management-Systeme auch, bietet WordPress die Möglichkeit an, Videos direkt in die eigene Mediathek hochzuladen. Davon ist jedoch dringend abzuraten.

Videos auf dem eigenen Server erhöhen die Ladezeit der Website

Warum? Aus diversen Gründen, die im Folgenden erläutert werden. Zunächst einmal leidet die Performance einer Website darunter, wenn Videodateien, die in der Regel vergleichsweise groß sind, auf dem eigenen Server liegen. Je besser die Qualität der Bewegtbilder, desto umfangreicher die Dateigröße und Ladezeit. Wenn dann noch anderen Website-Anbietern erlaubt wird, die eigenen Videos in ihre Beiträge einzubetten, geht auch dies zu Lasten der eigenen Übertragungsgeschwindigkeit. Das wiederum erfreut sich bei Website-Besuchern außerordentlicher Unbeliebtheit.

Verschiedene Browser, verschiedene Dateiformate

Seit der Version 3.6 ist es in WordPress möglich, selbst gehostete Videos mit einem einfachen HTML5-Tag in die eigenen Beiträge einzufügen. Doch verschiedene Browser wie Firefox und Safari unterstützen nicht die gleichen Dateiformate. Um diesem Umstand gerecht zu werden, müssen die Videos sowohl im MP4- als auch im OGV-Format vorliegen. Ältere Versionen des Internet Explorer, nämlich die vor der Version 9, verstehen allerdings weder das eine noch das andere. Sie merken, die Sache ist kompliziert.

Videos über Drittanbieter wie YouTube oder Vimeo hosten

Besser ist es, Videos über Drittanbieter wie YouTube oder Vimeo zu hosten und diese dann in die Beiträge auf der eigenen WordPress-Website einzubetten. Das erspart einem den oben beschriebenen Stress mit langen Ladezeiten und einer vermeintlichen Serverauslastung, die im schlechtesten Fall dazu führt, dass die Website vom Serveranbieter abgeschaltet wird. Des Weiteren bringt die Nutzung von etablierten Videoplattformen entscheidende Vorteile mit sich: die automatische Optimierung der Videodateien fürs Web und eine erhöhte Reichweite.

Vorteile der Nutzung von etablierten Videoplattformen

YouTube ist die am zweithäufigsten genutzte Suchmaschine und am dritthäufigsten besuchte Website im Netz überhaupt. Die eigenen Videos dort einzustellen, erhöht die Chance auf eine virale Verbreitung um ein Vielfaches. Darüber hinaus werden sowohl bei YouTube als auch bei Vimeo die hochgeladenen Videos automatisch für ein bestmögliches Weberlebnis optimiert. Die Videoplattformen erkennen etwa automatisch, was für eine Internetverbindung und welches Endgerät der Besucher verwendet, um die darauf abgestimmte optimale Qualität anzubieten. Die Nutzer können aber auch selbst entscheiden, in welcher Auflösung sie ein Video anschauen möchten, da es in verschiedene Varianten umgewandelt wird.

Einbetten versus Upload

Zudem ist es wesentlich einfacher, ein Video einzubetten, anstatt es selbst zu hosten. Wie das genau funktioniert, haben wir in einem weiteren Artikel beschrieben. Wer also nicht auf Teufel komm raus seine Videos ausschließlich in den eigenen Händen halten möchte, sollte auf den Upload und die damit verbundenen Kopfschmerzen verzichten.

So, nun aber schnell ans Set vom Videodreh!

Beitragsfoto: TV von Andrius Vanagas gefunden auf Flickr.com unter CC-Lizenz.

10 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Drivingralle
    1. Juni 2014 19:29

    Wen es werbefrei sein darf und eine gute Integration in WordPress gesucht wird kann VideoPress auch ganz interessant sein.
    http://videopress.com/

    Antworten
  • Hallo, wenn man die Videos über YT einbettet, kann man sie dennoch so bearbeiten, dass sie vom User nicht zurückgespult werden können? Lg

    Antworten
    • Elbnetz Redaktion
      27. Juni 2016 9:08

      Moin David,

      das kommt auf die Art der Einbindung an. Als iframe sind alle von YouTube gewohnten Einstellungen möglich, als oEmbed (einfach nur die URL des Videos einfügen) nicht.

      Sonnige Grüße,
      Die Elbnetz-Redaktion

      Antworten
  • Schöner Artikel… wie sieht es denn mit Audio aus? Habt ihr Erfahrung mit Audio Playern, die garantieren, daß alle aktuellen Browser die Audio Datei abspielen ?

    Antworten
    • Elbnetz Redaktion
      9. September 2016 9:25

      Moin Gollaz,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Und: Gute Frage! Damit haben wir uns zugegebener Maßen noch nicht beschäftigt. Grundsätzlich wird wohl Gleiches Gelten wie bei Video. Allerdings handelt es sich bei Audio um viel geringere Datenmengen und mit der Kombination MP3/HTML5-Player sollte es schon weitgehend passen.

      Man kann natürlich elegant den Weg zum Beispiel über SoundCloud gehen.

      Besten Gruß,
      Die Elbnetz-Redaktion

      Antworten
  • Also, wenn ich meine Videos als Privat bei youtube hoste (sollen exklusiv für meine Kunden sein), diese auf meiner Webseite im geschützten Bereich mit dem HTML Code einbette, dann können zumindest meine Apple Kunden die Videos nicht ansehen. Woran liegt das?

    Antworten
  • Ich habe auf der Startseite meinr Webseite ( http://www.raphael-bolius.com man muss etwas nach unten scrollen. ) ein Video, das ich nicht bei Youtube hosten kann, denn es hat eher eine grafisch-gestalterische Funktion. Das Youtube-Logo würde sich da gar nicht gut machen.

    Die Seite ist dadurch leider grottenlangsam geworden. Hat jemand für so ein Problem eine Lösung? Ich recherchiere gerade im Web.

    Ev. kann man ja zuerst mal ein Standbild laden lassen und das Video erst später laden. Es geht mir darum die Ladezeit zu verringern um in den Google-Suchergebnissen besseres Ranking zu haben.

    Für Ideen wäre ich recht dankbar!
    Raphael

    Antworten
    • Moin Raphael,

      vielen Dank für Deine Frage. Ich würde ganz auf das Video verzichten, denn alle neuen Browser-Versionen rühmen sich damit, dass sie Autoplay ab sofort unterbinden.
      Damit erübrigt sich wohl auch Dein Wunsch der gestalterischen Umsetzung mittels Video.

      Besten Gruß,
      Thorsten

      Antworten
  • Hi Thorsten,
    danke für den Tipp. soweit ich das sehe, geht es aber in erster Linie um den nervenden Ton. Trotzdem wäre es vielleicht die beste Lösung das Veo durch ein animiertes Landschaftsbild zu ersetzen. Das ist zukunftssicher und ressourcenschonend.
    Viele Grüße
    Raphael

    Antworten
  • Hab das neulich auch getestet ein kleines Video selbst gehostet zu streamen, die Ladezeit war nicht so toll, deswegen habe ich ein Vimeo Pro Account.
    Nachteil an den 3. Anbietern ist, dass hier sehr viele Daten ausgelesen werden die, WP im allgemeinen langsamer machen. Wir haben knapp 1000 Videos auf Vimeo gehostet in unserer Online Gitarrenschule und da macht es sehr viel Sinn auf 3. Anbieter zu tendieren und auf paar Secunden ladezeit zu verzichten.

    LG vom Guitar Campus, euer Maze

    Antworten

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