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WordPress-Block-Editor - Fluch oder Segen

Der WordPress-Block-Editor: Fluch oder Segen?

Viele WordPress-Nutzer verdrehen die Augen, wenn es um den neuen Block-Editor geht. Andere feiern ihn als eine Revolution für nutzerfreundliches Webdesign mit WordPress. Was ist dran an diesen zwei Positionen? Wir klären, wie gut der Block-Editor aktuell wirklich ist und ob Sie auf ihn setzen sollten.

Wie sich der Block-Editor in letzter Zeit verändert hat

WordPress ist seit Langem die populärste CMS-Software für Webseiten weltweit. Heute erreicht WordPress einen Marktanteil von beachtlichen 43 %. Doch bevor der Block-Editor (auch als Gutenberg-Editor bekannt) eingeführt wurde, gab es auch gute Argumente für andere Editoren. Vorreiter waren hier Page-Builder wie WPBakery oder Divi, die es ihren Nutzern unkompliziert erlaubten, ihre Webseite nach Belieben zu strukturieren und mit Designelementen zu versehen. Und das, ohne jemals selbst Code anfassen zu müssen.

Wie sieht das heute aus? Ist der Block-Editor ein Muss für jede WordPress-Website, oder sollte man einen Bogen um den Editor machen? Als Projekt „Gutenberg“ mit gleichnamigem Plugin 2018 startete, polarisierte der neue Weg von Beginn an seine Fangemeinde. Während viele Nutzer dem „Classic Editor“ nachtrauerten, feierten andere die Einführung als die Zukunft von nutzerfreundlichem Webdesign.

Der holprige Start von Gutenberg alias Block-Editor 2018

Zunächst musste man sich durchaus Mühe geben, um den Umstieg auf den Block-Editor zu schaffen. Die User Experience war nicht besonders gut und Page-Builder wie Elementor oder WPBakery boten und bieten immer noch die besseren Möglichkeiten für ein ansprechendes Design.

Dennoch war der Block-Editor der Anfang einer langsamen Revolution. Denn er war erstmals ein visueller Ansatz direkt von WordPress selbst. Vorher war der Classic-Editor auf (Überraschung) klassisches Bloggen ausgelegt. Es gab also nur sehr wenige Styling-Optionen.

Warum war der Block-Editor eigentlich so eine Revolution im WordPress-Webdesign?

Wer strukturierte und aufwendige Inhalte und Designelemente, wie zum Beispiel Spalten und Akkordeons, für seine Website haben wollte, der musste Programmierkenntnisse haben oder auf externe Lösungen, wie Page-Builder ausweichen. In WordPress selbst waren wir von Drag-and-Drop-Design weit entfernt.

Mit der Einführung des Plugins „Gutenberg“ gab es nun „Blocks“, also Bausteine, die in Seiten und Beiträgen auf der WordPress-Website verwendet werden können. Das sind Seitenelemente wie Buttons, Bildergalerien oder Audioinhalte.

Wie beeinflusst die Entwicklung des Block-Editors die Arbeit mit WordPress?

Je weiter Gutenberg vom WordPress-Team ausgebaut und vervollständigt wird, desto weniger attraktiv werden externe Page-Builder.
Darum müssen wir uns bei Elbnetz, genauso wie viele andere WordPress-Agenturen auch, langsam die Frage stellen, wann der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel zum Block-Editor ist.

Ist der Block-Editor die beste Lösung für WordPress-Websites?

Gutenberg ist ohne Frage die bessere Lösung, wenn man es mit dem Classic-Editor von WordPress vergleicht. Der ließ nämlich praktisch gar keine Designelemente zu – was den Aufstieg der vielen Page-Builder erst ermöglicht hat.

Darüber hinaus bietet der Block-Editor noch einige signifikante technische Vorteile. So stammt er direkt von WordPress selbst und ist somit eine Kernfunktion. Als solches können Sie sich darauf verlassen, dass es „schlank“ programmiert ist, ohne unnötigen Code. Die damit einhergehenden schnellen Ladezeiten sind auch für SEO (Suchmaschinenoptimierung) kein zu vernachlässigendes Argument.

Übrigens bietet WordPress mittlerweile auch eine Bibliothek an Gutenberg Block-Patterns an, die man ganz einfach für seine Webdesign-Projekte nutzen kann. Somit gibt es also neben Themes auch weitere kleine Block-Patterns, die noch mehr Funktionalität bei weiterhin cleanem Code ermöglichen.

All das klingt nett, selbstverständlich bietet der Block-Editor von WordPress aber nicht nur Vorteile. So gibt es etliche Punkte, die wir in unserer Agentur bei Gutenberg noch skeptisch sehen und weshalb wir selbst uns bisher noch nicht final für einen Umstieg entschieden haben.

Die aktuellen Nachteile des Block-Editors

Ein Großteil der Kritik an Gutenberg lässt sich damit erklären, dass der Editor im Vergleich zu gewohnten Tools ungewohnt und noch nicht ganz so intuitiv ist. Professionelle Webdesigner machen sich daher oft Sorgen, dass der Umstieg mit einer langen Lernkurve einhergeht.

Gleichzeitig ist der Editor Laien bzw. typischen Anwendern, die sich nicht täglich mit professionellem Webdesign beschäftigen wollen, too much. Das beobachten wir in unserer Agentur, wenn wir Kunden auf diese Lösung schulen sollen. An der Verständlichkeit seiner Anwendungen muss WordPress für Gutenberg noch eindeutig arbeiten.

Ein weiterer Nachteil an Gutenberg ist, dass viele Websites trotz Blocks, Patterns und Templates noch zusätzliche Funktionalitäten im Design brauchen. Beispielsweise, wenn es um die Integrierung von Formularen geht. Wer ganz ohne Code auskommen möchte, braucht oft trotzdem noch externe Plugins, die Gutenberg aufstocken.

Und – last, but not least – unterliegt der Block-Editor zum Zeitpunkt des Erscheinens dieses Artikels noch stetigen Veränderungen, sodass man sich als Agentur noch nicht sicher sein kann, dass die dem Kunden übergebene Website künftig noch wie zum Zeitpunkt der Übergabe funktioniert und aussieht.

Wie Sie mit etwas Hilfe mehr aus dem Block-Editor heraus holen

Wie gesagt, ist der Block-Editor kein Wundermittel, das plötzlich all Ihre WordPress-Probleme löst. Dennoch ist nicht zu bestreiten, dass der Block-Editor Vorteile bietet und nun mal die Zukunft von WordPress ist. Langfristig kommt man also schlichtweg nicht um den Block-Editor herum. Daher kann es sinnvoll sein, die Funktionalität des Block-Editors gezielt mit externen Lösungen zu boostern.
Wer sich die Flexibilität und Power von Page-Buildern wünscht, aber trotzdem mit dem Block-Editor arbeiten möchte, der sollte auf Folgendes achten: Verwenden Sie nur jene Lösungen, die der Block-Editor direkt nutzt und Sie nicht zwingt, zwischen dem Block-Editor und dem Page-Builder Interface hin- und herzuwechseln.

Ein Tool, für das wir bei Elbnetz eine Empfehlung aussprechen, ist die GREYD.SUITE. Das deutsche Softwareunternehmen hat eine solide No-Code-Lösung herausgebracht, mit der Sie selbst komplexe WordPress-Websites aufbauen und managen können.
Wenn Sie beispielsweise mehrere WordPress-Websites (WordPress Multisite) verwalten und auf allen gleichzeitig etwas ändern wollen, geht das bei GREYD mit nur einem Klick.

Darüber hinaus gibt es in der GREYD.SUITE eine strikte Trennung zwischen Inhalt und Design, was das Pflegen von Inhalten selbst ohne jegliche WordPress Kenntnisse massiv vereinfacht.

Einen weiteren Pluspunkt bekommt das Tool dafür, dass es keinen von uns so verachteten “Lock-in-Effekt” gibt. Sie können neben GREYD noch andere Lösungen nutzen, die auf dem Block-Editor aufbauen. Und wenn Sie in Zukunft lieber umsteigen möchten, ist selbst das ohne Probleme möglich.

Der aus unserer Sicht größte Vorteil liegt aber im integrierten Block Converter, mit dem sich bestehende Websites, die mit dem WPBakery Page-Builder gebaut wurden, mit einem Klick in Gutenberg Blöcke umwandeln lassen.

Nebenbei bemerkt: Nein, das hier ist keine bezahlte Werbung für GREYD. Es ist vielmehr eine wohlwollende Empfehlung für alle WordPress-Nutzer, die auf den Block-Editor umsteigen möchten, aber denen noch das nötige „drumherum“ fehlt.

Fazit: Der Wechsel kommt. Aber wann genau ist oft noch unklar.

Wer die Entwicklungen des neuen WordPress-Editors beobachtet, muss sich eingestehen, dass es auf Dauer kein Zurück mehr gibt. Je größer die Kluft zwischen dem Block-Editor und bisherigen Page-Buildern wird, desto intensiver sollten sich WordPress-Agenturen und Website-Betreiber, die bisher noch nicht auf den neuen Block-Editor gesetzt haben, mit dem Umstieg auseinandersetzen.
Wann der finale Wechsel stattfindet, muss natürlich jedes Unternehmen für sich selbst entscheiden. Bisher haben für viele Agenturen noch mehr Argumente gegen den Umstieg gesprochen.

Dank Tools wie der GREYD.SUITE, die nicht trotz, sondern mit dem Block-Editor funktioniert und Webdesignern die Arbeit erleichtert, kann der Wechsel jedoch schon jetzt deutlich sinnvoller sein.

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2 Kommentare. Wir freuen uns über Ihren Kommentar

  • Was mich total überrascht hat, ist, dass der Umstieg eigentlich recht schnell abgeschlossen ist. In so einem Fall stellt sich die Frage „ob“ kaum – eher „wann“.
    Und wir wissen ja was man über den frühen Vogel sagt :)

    Antworten
  • Sandra Wagner
    25. Februar 2022 11:45

    Vielen Dank für eure Einschätzung zum Thema! Ich arbeite selbst auch in einer WP Agentur und beobachte Gutenberg. Bisher scheue ich ehrlich gesagt den Aufwand… Wusste aber auch nicht, dass es schon Tools gibt, die komplett auf Gutenberg aufsetzen. Werd ich mir auf jeden Fall mal ansehen!

    Antworten

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