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Jetpack pro und con

Jetpack – Pro und Kontra des beliebten Plug-ins

Das populäre und vom Unternehmen hinter WordPress entwickelte Plug-in Jetpack bringt zahlreiche wichtige Website-Funktionen auf einen Schlag mit. In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf die Vor- und Nachteile der umfangreichen Sammlung.

Das einzelne Plug-in Jetpack beinhaltet mehr als dreißig Features, die nach eigenem Ermessen an- beziehungsweise ausgeschaltet werden können – vom SEO-Werkzeug bis zum Spam-Filter. Für viele WordPress-Nutzer ist das ein Segen, für viele andere aber auch ein Fluch.

Warum das so ist, möchten wir in diesem Beitrag beleuchten. Der genaue Blick auf die Vor- und Nachteile von Jetpack hilft Ihnen hoffentlich bei der Entscheidung, ob sich der Einsatz für Ihre WordPress-Website lohnt. Zunächst stellen wir einige der Funktionen vor.

Die wichtigsten Funktionen von Jetpack

Aufgrund der Vielzahl von Features, die Jetpack bereitstellt, können wir an dieser Stelle nicht auf jede Funktion eingehen. Unsere Auswahl beschränkt sich auf besonders praktische Module. Innerhalb des Plug-ins sind die Features übersichtlich in die Kategorien „Schreiben“, „Teilen“, „Diskussionen“, „Traffic“ und „Sicherheit“ eingeteilt.

Website Statistiken

Die Funktion „Website Statistiken“ bietet einen einfachen Überblick über die Seitenaufrufe, beliebtesten Beiträge, geklickten Links sowie Keywords, die Besucher auf die Website gelotst haben. Zwar geht das Feature nicht so tief ins Detail wie beispielsweise Google Analytics, dafür können die Statistiken direkt im WordPress-Backend eingesehen werden.

Teilen-Buttons

Seinen Website-Besuchern die Möglichkeit zu geben, die eigenen Seiten sowie Beiträge schnell und einfach in den sozialen Netzwerken zu teilen, gehört heutzutage zu einem guten Online-Auftritt dazu. Jetpack hat hierfür diverse „Teilen-Buttons“ in petto – von Facebook, Twitter und Pinterest über WhatsApp und Telegram bis hin zu E-Mail und Skype.

Die Benutzeroberfläche von Jetpack im WordPress-Backend

Publicize-Verbindungen

Auch sehr praktisch: die Erstellung von „Publicize-Verbindungen“. Dieses Feature ermöglicht es, dass neu veröffentlichte Beiträge automatisch in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, LinkedIn und Tumblr beworben werden. Wer sich also etwas Zeit sparen möchte und nicht zwangsläufig individuelle Posts benötigt, wird mit diesem Modul seine Freude haben.

Kommentare

Das Feature „Kommentare“ dient dazu, es seinen Website-Besuchern zu erlauben, sich mit ihren Facebook-, Twitter-, Google+- oder WordPress-Konten als Kommentatoren anzumelden. Dadurch wird es ihnen erspart, jedes Mal ihren Namen und ihre E-Mail-Adresse einzugeben – und das Profilbild des jeweiligen Accounts wird für die Anzeige übernommen.

Ähnliche Beiträge

Mit der Funktion „Ähnliche Beiträge“ kann man seine Besucher länger auf der Website halten, indem am Ende der eigenen Beiträge weitere Inhalte in Form einer Überschrift und einem Vorschaubild angezeigt werden. So besteht die gute Chance, dass die Nutzer mehr von dem selbst erstellten Content entdecken, anstatt sofort wieder weiterzuziehen.

Sitemaps

„Sitemaps“ sind eine Grundvoraussetzung dafür, dass Websites gut von Suchmaschinen wie Google indexiert werden können. Eine Sitemap ist eine Art Übersichtskarte zu einer Website, in der alle Seiten und Unterseiten in der richtigen Hierarchie gesammelt aufgeführt werden. Das macht es den Suchmaschinen leicht, alle URLs in den eigenen Index aufzunehmen.

Kostenlose und kostenpflichtige Features von Jetpack

Schutz vor Brute-Force-Angriffen

Bei Brute-Force-Angriffen wird mithilfe eines automatisierten Prozesses versucht, Passwörter zu knacken. Die verschiedensten Kombinationsmöglichkeiten werden in extrem hoher Geschwindigkeit ausprobiert, bis die richtige Zusammenstellung gefunden ist. Jetpacks „Schutz vor Brute-Force-Angriffen“ sperrt IP-Adressen, die genau dies versuchen.

Weitere Funktionen

Wie bereits erwähnt, bietet Jetpack zu viele Funktionen, um sie hier in aller Ausführlichkeit zu beschreiben. Einige Features, etwa „Backups und Sicherheits-Scans“ sowie „Werbeanzeigen“, sind zudem lediglich in den kostenpflichtigen Versionen zugänglich. Wir werfen nun einen Blick auf die wesentlichen Vor- und Nachteile der Plug-in-Sammlung.

Jetpack: Vorteile

Entwickelt von Automattic

Jetpack ist ein offizielles Produkt von Automattic, der Firma hinter WordPress. Aus diesem Grund kann man sich darauf verlassen, dass das Plug-in reibungslos mit dem beliebten Content-Management-System funktioniert und kontinuierlich weiterentwickelt wird.

Die Startseite der Website von Jetpack

Alles aus einer Hand

Da alle Funktionen, die Jetpack beinhaltet, von einem Entwicklerteam bereitgestellt werden, ist gewährleistet, dass diese reibungslos miteinander arbeiten. Bei zahlreichen einzelnen Plug-ins verschiedener Programmierer kann es dagegen schnell zu Inkompatibilitäten kommen.

Keine Beeinträchtigung der Ladezeit

Viele befürchten, dass Jetpack aufgrund der etlichen Funktionen die eigene WordPress-Website langsam macht. Das ist jedoch nicht der Fall, wie diverse Tests diverser Experten zeigen konnten. Außerdem entscheidet man als Nutzer selbst, wie viele der Features aktiviert werden.

Jetpack: Nachteile

Zwang eines WordPress-Accounts

Um Jetpack nutzen zu können, ist es Voraussetzung, einen WordPress-Account über wordpress.com anzulegen und diesen mit der eigenen Website zu verknüpfen. Das ist zum einen umständlich und birgt zum anderen datenschutzrechtliche Risiken, die im nächsten Abschnitt erläutert werden.

Die Startseite der Website von WordPress

Datenschutz

Durch die Verknüpfung mit einem WordPress-Account werden Website-Daten an die Server von wordpress.com übermittelt – vor allem dann, wenn Funktionen wie die „Website Statistiken“, „Kommentare“ oder „Gefällt mir-Buttons“ aktiviert sind. In Zeiten der DSGVO ist das in jedem Fall bedenklich, wenn auch kein Ausschlusskriterium.

Langsamere Entwicklung der einzelnen Features

Hier wird ein Vor- zum Nachteil: Da im Fall von Jetpack ein Entwicklerteam mehr als 30 Funktionen betreut, werden diese deutlich langsamer weiterentwickelt als die Plug-ins von Unternehmen, die sich auf jeweils ein Feature konzentrieren. Je nach Bedarf kann es deshalb sinnvoller sein, auf die Tools unterschiedlicher Anbieter zu setzen.

Fazit

Geht es also um die Frage, ob sich der Einsatz von Jetpack für eine WordPress-Website lohnt, lautet unsere Antwort: Es kommt drauf an. Sofern man die datenschutzrechtlichen Probleme durch die Deaktivierung der entsprechenden Funktionen oder einer einwandfreien Datenschutzerklärung von sich schieben kann, ist Jetpack ein wunderbares All-in-one-Tool, das etwaigen Inkompatibilitäten zwischen einzelnen Plug-ins diverser Entwickler vorbeugt.

Werden dagegen sowieso nur wenige Funktionen benötigt, die wiederum möglichst schnell an die zügigen Entwicklungen der digitalen Welt angepasst werden sollen, eignet sich Jetpack sicher nicht – und man kann sich den Stress mit der Verknüpfung eines WordPress-Accounts sparen. Auf der Website von Jetpack wird eine Produkt-Tour zum Kennenlernen angeboten und ein guter Überblick über die Tarife „Free“, „Persönlich“, „Premium“ und „Professional“ gegeben.

Wir hoffen, dass Ihnen unsere Übersicht der wesentlichen Vor- und Nachteile dabei hilft, eine Entscheidung für sich zu treffen!

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