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Custom Post Types in WordPress

Custom Post Types in WordPress

Wer WordPress kennt, weiß, dass das kostenfreie Content-Management-System grundsätzlich zwei Arten der Veröffentlichung von Inhalten bietet: Seiten und Beiträge. Reichen diese beiden Möglichkeiten nicht aus, kommen Custom Post Types ins Spiel. Was diese sind und wie Custom Post Types sinnvoll in WordPress eingesetzt werden können, beschreibt dieser Artikel.

„Post Types“ ist in WordPress die Bezeichnung für die unterschiedlichen Arten, wie Inhalte auf einer Website präsentiert werden können. Standardmäßig gibt es die bei-den Post Types „Seiten“ und „Beiträge“. Der Unterschied zwischen ihnen: Beiträge können kategorisiert werden, Seiten nicht. Und: Beiträge können in umgekehrter chronologischer Reihenfolge angezeigt werden, Seiten nicht. Wie sich die beiden Inhaltstypen im Detail voneinander unterscheiden, haben wir bereits in einem älteren Artikel thematisiert.

Mit Seiten und Beiträgen lässt sich schon eine ganze Menge anstellen – doch wer ein umfangreiches Webprojekt auf der Basis von WordPress betreibt, verspürt eventuell beizeiten das Bedürfnis, die Palette der Post Types zu erweitern. Warum? Weil dadurch genau die Inhaltsbereiche geschaffen werden können, die gewünscht sind – und weil die Verwaltung des Contents im Backend übersichtlicher und damit effektiver wird.

Anwendungsbereiche von Custom Post Types

WordPress bietet die Option an, den Administrationsbereich um eigene Post Types zu erweitern: Custom Post Types. Anwendung finden solche oft und gerne für die Integration zusätzlicher dynamischer Inhaltsbereiche wie Termine oder Referenzen. Zahlreiche Themes – insbesondere die, die für Kreative entwickelt wurden – bringen bereits Custom Post Types für die Präsentation von Leistungsportfolios oder Ähnliches in ihrem Funktionsumfang mit.

Custom Post Types in WordPress

Custom Post Types am Beispiel von Referenzen

Heruntergebrochen auf das Wesentliche, ist ein Custom Post Type nicht mehr, aber auch nicht weniger als die Erweiterung einer Website um einen neuen Inhaltsbereich, der separat verwaltet werden kann.

Eigene Custom Post Types in WordPress anlegen

Wie eigentlich alles in WordPress, gestaltet sich das Anlegen eigener Post Types recht einfach. Über den Menüpunkt „Design“ und den Untermenüpunkt „Editor“ gelangt man zu der Datei „functions.php“, die die Theme-Funktionen beinhaltet. Hier muss der entsprechende Code für den gewünschten Custom Post Type eingetragen werden – beispielsweise am Ende der Datei. Ein gutes Code-Beispiel und weiterführende Informationen zur Implementierung von Custom Post Types finden sich auf der Website von Dr.Web.

Der Code ist in drei Abschnitte aufgeteilt: $labels, $rewrite und $args. Der erste Abschnitt zeichnet für die Erweiterung des Administrationsmenüs verantwortlich. Bedeutet: In der linken Navigationsspalte taucht ein neuer Menüpunkt auf. Der zweite Abschnitt sorgt für den Permalink, der in der URL angezeigt wird. Damit dieser einwandfrei funktioniert, sollte man einmal in den WordPress-Einstellungen unter „Permalinks“ neu abspeichern – sonst besteht erhöhtes Risiko für einen 404-Fehler. Der dritte Abschnitt definiert die Beschaffenheit sowie die Funktionen, die vom Custom Post Type unterstützt werden – etwa Kommentare, Beitragsbilder oder Auszüge. Hier geht es also darum, was das Ding eigentlich können soll.

Custom Post Types Referenzem im Dashboard

Custom Post Type „Referenzen“ im Dashboard

Templates für Custom Post Types erstellen

Um mit dem neu angelegten Custom Post Type arbeiten zu können, müssen noch Vorlagen für die einzelnen Posts sowie die Übersichtsseite erstellt werden. Geschieht dies im Format „single-posttype.php“ beziehungsweise „archive-posttype.php“, er-kennt die sogenannte Template Engine von WordPress automatisch, was auf der Website ausgespielt werden soll.

Wie und womit die Template-Dateien dazu gefüllt werden müssen, wird auf der bereits genannten Website von Dr.Web gut nachvollziehbar beschrieben. Hier ist vor allem wichtig, der Vorlage mitzuteilen, welche Art von Inhalt angezeigt werden soll.

Custom Taxonomies

Wie oben bereits beschrieben, besteht ein wesentlicher Unterschied zwischen Seiten und Beiträgen darin, dass Beiträge kategorisiert werden können. Für ein Portfolio ist eine Kategorisierung natürlich ebenfalls sinnvoll. Und siehe da: WordPress hat auch hierfür eine Lösung gefunden. Sowie man eigene Post Types anlegen kann, kann man eigene „Taxonomies“ integrieren. Wieder mithilfe der „functions.php“. Eine gute Anleitung dazu findet sich im Blog vom Elmastudio.

Theme-Wechsel mit Custom Post Types

Custom Post Types ermöglichen es, den Funktionsumfang einer Website quasi nach Belieben zu erweitern. Was dann jedoch nicht mehr nach Belieben geschehen kann, ist ein Wechsel des Themes. Eigentlich logisch, schließlich wird die „functions.php“ modifiziert, die bei einem neuen Theme ja eine andere ist.

Es geht aber trotzdem: Man kopiere einfach den Code aus der alten „functions.php“ und füge ihn in der neuen ein. Worauf man bei einem Theme-Wechsel darüber hinaus achten sollte, haben wir bereits in einem anderen Artikel beschrieben.

Viel Spaß und Erfolg bei der Erweiterung Ihrer WordPress-Website!

Autor:

Elbnetz ist ein Team enthusiastischer WordPress-Fans. Wir sind davon überzeugt, dass niemand überkandidelte, komplizierte Websites braucht. Mit WordPress ist es möglich, grandiose Websites zu entwickeln.

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