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WordPress bei STRATO in 8 Schritten manuell installieren

Einer der bekanntesten Webhoster in Deutschland ist STRATO und wie viele andere Anbieter bieten sie eine 1-Click Installation von WordPress an. Bei STRATO nennt sich diese Installationsweise AppWizard, von welcher wir allerdings aus verschiedenen Gründen abraten. Um Ihnen die WordPress Installation ohne den AppWizard so einfach wie möglich zu gestalten, haben wir das Vorgehen bei STRATO Schritt für Schritt aufgeschrieben. Sie brauchen hierfür ein STRATO Hosting-Paket und die dazugehörigen Anmeldeinformationen.

Schritt 1 – Datenbank anlegen

Legen Sie im Kundenlogin-Bereich auf STRATO unter „Verwaltung“ → „Datenbank“ eine neue Datenbank an und notieren Sie die Informationen zum Datenbanknamen und Benutzernamen. Unter „Passwort ändern“ legen sie das Passwort für die Datenbank fest.

Schritt 2 – Passwort für FTP-Zugang definieren

Legen Sie sich im Kundenlogin-Bereich unter Sicherheit und Passwörter festlegen ebenfalls ein Masterpasswort an, welches später für den FTP Zugang gebraucht wird.

Schritt 3 – WordPress herunterladen

Gehen Sie auf http://wpde.org/download und laden Sie die aktuelle, deutsche WordPress-Version herunter. Entpacken Sie dann die ZIP-Datei.

Schritt 4 – WordPress vorbereiten

Öffnen Sie nun im Wurzelverzeichnis des entpackten Archivs die Datei wp-confic-sample.php und speichern Sie diese als wp-confic.php im selben Ordner wie die ursprüngliche Datei ab.

WP-Config anlegen wp-confic-sample.php und wp-confic.php in der Ordnerstruktur

Hier stehen nun Informationen zu den Daten, die von dem Webhoster, in diesem Fall STRATO, benötigt werden. Um die Datei zu bearbeiten reicht ein einfacher Texteditor. Windows-Nutzer sollten Notepad++ herunterladen. Auf Mac reicht der das mitgelieferte Programm TextEdit.
Ersetzen Sie in der neue angelegten Datei wp-confic.php die Platzhalter ‚database_name_here‚, ‚username_here‚ usw. durch die zuvor notierten Daten. Die MySQL-Serveradresse lautet bei STRATO „rdbms.strato.de“.

WordPress MySQL-Einstellungen bei STRATO Die Platzhalter für die Daten des Webhosters

Danach folgt der Sicherheitsschlüssel. An dieser Stelle sollen die Platzhalter ‚put your unique phrase here‚ durch verschlüsselte Sätze ersetzt werden. Die Sätze können entweder selber durch wirre Zeichensätze verschlüsselt, oder auf der Seite https://api.wordpress.org/secret-key/1.1/salt/ generiert und anschließend an Stelle der entsprechenden Platzhalter eingefügt werden.

Sicherheitsschlüssel bei WordPress anlegen Der angepasste Sicherheitsschlüssel

Zu guter Letzt sollten Sie zur Sicherheit den Tabellenpräfix zum Beispiel in „en1234_“ ändern, um mögliche Angriffe von außerhalb vorzubeugen, da das Präfix „wp_“ zu bekannt ist.

Tabellen-Prefix unbenennen Das angepasste Datenbank-Präfix

Speichern Sie die wp-confic.php und schließen Sie die Datei.

Schritt 5 – WordPress auf den STRATO Server hochladen:

Nun benötigen Sie ein FTP-Programm. STRATO selbst schlägt hier das Programm Filezilla vor. Wir empfehlen die übersichtliche Alternative Cyberduck für Windows und Mac. Loggen Sie sich mit den folgenden Daten ein: Serverdaten, Benutzernamen, Passwort.

Filezilla Strato Zugangsdaten Die Benutzeroberfläche von Filezilla

Wichtig ist, dass Sie nicht vergessen, als Passwort Ihr Masterpasswort anzugeben.
Wenn Sie sich erfolgreich über FTP eingeloggt haben, laden Sie all Ihre WordPress-Dateien in das Hauptverzeichnis hoch, indem Sie den ganzen lokalen Ordner mit dem Namen „wordpress“ in Filezilla hineinziehen. Sie sind natürlich frei in der Bezeichnung des WordPress-Verzeichnisses.

Schritt 7 – WordPress Installationsroutine starten

Nach diesen Schritten kann die WordPress Installation beginnen. Rufen Sie über Ihren Webbrowser Ihre Website auf: http://beispiel.com/wordpress

WordPress Installationsroutine Die 5-Minuten-Installation von WordPress

Schritt 8 – Die URL Ihrer Website anpassen

Um zu verhindern, dass Ihre Website später nur über das Unterverzeichnis aufrufbar ist (http://beispiel.com/wordpress), verschieben Sie die Datei index.php aus Ihrem WordPress-Ordner in das Hauptverzeichnis Ihres Servers und öffnen sie mit Ihrem Texteditor. Suchen Sie nach der Zeile mit folgendem Befehl:
require( dirname( __FILE__ ) . ‚/wp-blog-header.php‚ );
Diesen Befehl ersetzen Sie nun durch die folgende Zeile (bitte passen Sie „/wordpress/„ an Ihren eigenen Verzeichnisnamen an):
require(‚./wordpress/wp-blog-header.php‘);
Danach speichern Sie die Datei und schließen Ihren Texteditor wieder.
Nach diesen acht Schritten steht Ihrer manuell installierten WordPress Seite nun nichts mehr im Weg. Viel Spaß beim Aufbau Ihrer Website!

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3 Kommentare. Wir freuen uns über Ihren Kommentar

  • Es ist vielleicht doch keine so gute Idee, die .htaccess aus dem WordPress-Verzeichnis in das übergeordnete Verzeichnis zu kopieren. Denn es gibt ja ggf. auch Plugins, die Regeln in der .htaccess im WordPress-Verzeichnis hinzufügen wollen. Und da sich die Regeln sowieso immer auf den untergeordneten Ordner vererben, kann man sich eigentlich die .htaccess im Root-Verzeichnis auch schenken. Das wäre nämlich redundant oder wenn sie nicht identisch sind, können sich die Regeln vielleicht sogar gegenseitig stören.
    Nur eine index.php mit entsprechendem relativem Pfad zur wp-blog-header.php sollte auch im WordPress-Verzeichnis liegen. Dann kriegt man auch eine ordnungsgemäße 404-Seite angezeigt, wenn man das WP-Verzeichnis aufruft.

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  • Ergänzung: Die index.php im WordPress-Ordner sollte man nur in den übergeorndeten Ordner kopieren (nicht verschieben) und in der Kopie den Pfad anpassen, denn sonst kriegt man beim Aufruf des Unterorders einen 404-Error.
    Ebenso sollte man auch die .htaccess in den übergeordneten Ordner kopieren.

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  • Vielen Dank für die gute Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Hat wunderbar geklappt!
    Nur ein Hinweis meinerseits zu Schritt 8 (Verschieben der index.php). Hier sollten man anschließend auch im Backend noch unter Einstellungen > Allgemein die Website-Adresse (URL) anpassen, d.h. den WordPress-Ordner hier einfach weg lassen. Denn Sonst funktioniert der Zurück-Link auf der Login-Seite nicht richtig. Bei der WordPress-Adresse (URL) sollte der WordPress-Unterordner stehen bleiben.
    Und noch etwas halte ich für sinnvoll: Nach der Installation sollte man erst einmal per .htaccess einen Verzeichnisschutz einrichten, solange sich die Website noch im Aufbau befindet und noch nicht indexiert werden soll.
    Dazu benutzt man am besten den Verzeichnisschutzmanager von Strato (Datenbanken und Webspace > Website-Configurator > Verzeichnis Schutz Manager), Anleitung siehe: https://www.strato.de/faq/article/1425/So-nutzen-Sie-den-Verzeichnis-Schutz-Manager.html . Denn auch wenn man weiß, wie das mit .htaccess und .htpasswd leicht manuell eingerichtet werden kann, habe ich das bei Strato noch selten auf Anhieb zum Laufen gekriegt und nur unerfreuliche Serverfehler.

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