Beitrag

 
Was Sie beim Kauf eines kommerziellen WordPress Themes bedenken sollten

Was Sie beim Kauf eines kommerziellen WordPress Themes bedenken sollten

Kostenlose WordPress-Themes gibt es wie Sand am Meer. Kostenpflichtige ebenso. Wer ein kommerzielles WordPress-Theme kaufen möchte, stellt sich eventuell die Frage, worauf er dabei sein besonderes Augenmerk legen sollte – Design, Programmierung, Lizenzbedingungen? Dieser Artikel zeigt auf, welche Faktoren bei der Auswahl eines Premium-Themes von Bedeutung sind …

Es gibt WordPress-Themes für Fotografen, für Businesses, für Magazine, Musiker, Restaurants, Hochzeiten und, und, und. Welches man für sein eigenes Vorhaben wählt, hängt zu einem großen Teil vom persönlichen Geschmack und den individuellen Bedürfnissen an die Website ab. Kommt man zu dem Schluss, dass es ein kostenpflichtiges Premium-Theme werden soll, gibt es verschiedene Möglichkeiten, ein solches zu erwerben. Welche das sind und worauf man beim Kauf achten sollte, wird im Folgenden näher erläutert.

Einmalige Gebühr vs. Abo

Der wahrscheinlich bekannteste Marktplatz für Premium-Templates ist Themeforest. Mehr als 15.000 Website-Vorlagen zu allen erdenklichen Content-Management-Systemen sowie Berufs- und Interessengruppen finden sich hier. Für WordPress stehen knapp 5.000 Themes bereit. Die Preisspanne liegt dabei in der Regel zwischen 30 und 60 Dollar für eine reguläre Lizenz.

Themeforest

Eine andere Preispolitik betreibt etwa der Anbieter Elegant Themes. Hier schließt man ein Abo mit einer jährlichen Gebühr ab, dafür bekommt man Zugriff auf alle Themes, die das Unternehmen im Sortiment hat – aktuell sind das 87 Stück. Dabei kann zwischen dem „Personal“-, dem „Developer“- und dem „Lifetime Access“-Modell ausgewählt werden, welches am besten für einen geeignet ist. Das „Personal“-Paket kostet 69 Dollar pro Jahr, Entwicklern werden 89 Dollar pro Jahr berechnet und wer für immer und ewig ohne Restriktionen Zugang zum Theme-Angebot erhalten möchte, kann sich dieses Privileg für einmalige 249 Dollar erkaufen.

Elegant Themes

Ist die Entscheidung getroffen, welche Variante für die eigene WordPress-Website passt, geht es im nächsten Schritt an die konkrete Auswahl eines Themes – und damit ans Eingemachte.

Grundlegende Entscheidungskriterien

Wir schreiben das Jahr 2014 und die Anzahl der Smartphone- und Tablet-Nutzer wächst täglich. Es kann demnach nur dazu geraten werden, sich für ein Template zu entscheiden, das diese Entwicklung berücksichtigt und sich an die unterschiedlichen Endgeräte anpasst. Im Fachjargon spricht man diesbezüglich von „Responsive Design“. Danach kann direkt gefiltert werden, sodass sich die Summe der potenziellen Template-Kandidaten reduziert. Wichtig: eine Prüfung der Website-Anmutung auf mobilen Geräten im Vorfeld, damit es später nicht zu ungewünschten Überraschungen kommt.

Des Weiteren kann die grundlegende Entscheidung getroffen werden, ob man ein sehr modernes oder eher konservatives Design nutzen möchte. „Sehr modern“ sind beispielsweise die sogenannten „Onepager“ – Websites, die den kompletten Inhalt auf einer einzigen Seite abbilden. Klickt man bei einem solchen Design auf einen Menüpunkt, fährt die Website automatisch zur entsprechenden Stelle. „Eher konservativ“ meint, dass die klassische Struktur von mehreren Seiten beibehalten wird – der Look kann dennoch frisch sein. Hier muss eruiert werden, welche Zielgruppe angesprochen wird und was man dieser zumuten möchte.

Darüber hinaus sollten alle gängigen Browser wie Firefox, Safari, der Internet Explorer, Chrome und Opera vom Theme unterstützt sowie die Anzahl der möglichen Spalten geprüft werden. Und gibt es eine Dokumentation, erleichtert dies die Einrichtung der Website zumeist um ein Vielfaches.

Webbrowser

Gleiches gilt für die Demo-Dateien, die im Lieferumfang inbegriffen sind. Denn lädt man sich eine Beispiel-Website als Bearbeitungsgrundlage in WordPress, müssen lediglich die Platzhalter-Texte und -Bilder ausgetauscht sowie die unbrauchbaren Elemente gelöscht werden. Diese Vorgehensweise spart – sofern sie sich anbietet – eine ordentliche Portion Zeit.

Qualitätsbeurteilung für WordPress Themes

Hat man seinen Favoriten auserkoren, gibt es die Möglichkeit, diesen auf Herz und Nieren zu überprüfen, bevor die Taler aus dem Sack gezogen werden. Google bietet mit „PageSpeed Insights“ beispielsweise einen Geschwindigkeitstest an. Und auf der Website des Open-Source-Projekts W3C gibt es den „Markup Validation Service„, mit dem die Qualität des Programmiercodes einem Check unterzogen werden kann. Wie genau? Einfach die URL der Live-Demo des auserwählten Themes eintragen und los geht die Analyse.

Wer sich bei Themeforest umschaut, ist in der glücklichen Lage, weitere Hinweise auf die Qualität eines Themes zu erhalten. Die Entwickler können hier nämlich bewertet werden – und hat einer weniger als fünf Sterne bekommen, lohnt sich der Blick auf die Kommentare, um sich über die Gründe hierfür zu informieren. Bietet jemand mehrere Themes an, ergibt es Sinn, sich das Feedback zu einigen davon anzuschauen.

Skepsis ist angesagt, wenn trotz beachtlicher Verkaufszahlen – die ebenfalls ersichtlich sind – keine Beurteilungen vorliegen. Und es ist nicht ratsam, ein allzu neues Theme zu kaufen, denn wenn sich der Absatz nicht gut entwickelt, verliert der Entwickler eventuell schnell die Lust dazu, an weiteren, notwendigen Updates zu arbeiten.

Stellt man trotz gründlicher Vorbereitung nach einiger Zeit fest, dass das gewählte WordPress-Theme doch nicht so ganz das Wahre ist, ändert man es eben wieder. Worauf es dabei zu achten gilt, haben wir in einem weiteren Artikel zusammengefasst.

Dann mal viel Freude bei der Auswahl eines Premium-Themes!


Quelle Bilder: Eigene Screenshots

Anmerkung: Einige der Links in diesem Beitrag sind „Affiliate-Links“. Wenn Sie auf den Link klicken und einen Artikel kaufen, erhalten wir eine Provision. Auf Ihren Kaufpreis hat es keine Auswirkung. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Autor:

Elbnetz ist ein Team enthusiastischer WordPress-Fans. Wir sind davon überzeugt, dass niemand überkandidelte, komplizierte Websites braucht. Mit WordPress ist es möglich, grandiose Websites zu entwickeln.

  • Jona

    Hallo!
    Was ist bei Themeforrest der Unterschied zwischen Regular License und Extended License?
    Vielen Dank schon im Vorraus!

    Antworten
    • Elbnetz Redaktion

      Hallo Jona,

      die Standardlizenz (Standard License) bei Themeforrest benötigst Du, wenn Du ein Theme oder Plug-in auf einer Website oder einem Blog verwenden möchtest. Übrigens: Pro Website ist eine neue Lizenz zu kaufen!

      Die erweiterte Lizenz (Extended License) wird fällig, wenn Du ein Produkt oder eine Dienstleistung anbietest, die eins der Produkte beinhaltet und Du damit Geld verdienst. So zum Beispiel, wenn Du ein Theme verkaufst, das Du mit dem beliebten Revolution Slider anbietest.

      Konnten wir Dir weiterhelfen?

      Beste Grüße,
      Elbnetz-Redaktion

      Antworten
      • Daniel

        Eine Frage habe ich dazu:
        Nehmen wir an ich kaufe eine Standard Lizenz bei Theme Forest, fülle die Seite mit Inhalt und passe Farben / Hintergründe für das Projekt an. Dafür verlange ich dann von dem Auftraggeber Geld. Reicht hierfür die Lizenz aus oder bedarf es der erweiterten?

        Antworten
        • Elbnetz Redaktion

          Hallo Daniel,

          die Lizenz gilt immer für eine Website. Entweder verwendest Du sie für Dich oder für einen Kunden.
          Hier sind die genauen Details in englischer Sprache: http://themeforest.net/licenses/standard.

          Beste Grüße,
          Die Elbnetz-Redaktion

          Antworten

Ein Kommentar? Gern!

Ihnen gefällt unser Blog?

Dann wird Sie unser
Buch begeistern!

Mehr erfahren

Ihnen gefällt unser Blog?