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Finden des richtigen kommerziellen WordPress Themes

Vom Suchen und Finden des richtigen kommerziellen WordPress Themes

Es gibt gute Gründe, WordPress mit einem kommerziellen Theme zu betreiben. Nicht nur sind Design und Features zumeist ausgefeilter als bei Gratis-Themes, die Entwickler geben auch Hilfestellung bei Problemen und aktualisieren ihr Produkt häufiger. Woran aber erkennt man ein gutes Theme? Welche Funktionen sind zentral, welche nice to have? Und was gilt es beim Kauf zu beachten? Der folgenden Beitrag beantwortet diese Fragen.

Es gibt viele Anlaufstellen im Internet für kommerzielle WordPress Themes. Firmen wie Elegant Themes entwickeln Themes selber, andere Betreiber wie beispielsweise ThemeForest treten als Vermittler auf. Bei diesen können sich Entwickler registrieren und über die Plattform ihre Themes vertreiben. Der Martktplatzbetreiber garantiert ein Mindestmaß an Qualität und Integrität. Die folgende kurze Liste gibt eine Orientierung über die Platzhirsche im Segment. 

Bevor man sich für ein Theme entscheidet gilt es in einer Prioritätenliste festzulegen, welche Funktionen man benötigt. Hat man beispielsweise hochqualitatives Bildmaterial, können großflächige Bilder und Slider wichtig sein. Wer dagegen ein Forum betreiben möchte, sollte darauf achten, dass das Theme gut mit bbPress oder einem anderen Community-Plugin zusammen arbeiten. Für einen Shop wäre die nahtlose Integration von WooCommerce von Vorteil. Über Responsivität sollte man heute nicht mehr lange reden, sie ist Grundvoraussetzung für ein gutes Theme. Die früher oft beschworene Browserkompatibilität spielt heute nur noch eine Rolle, wenn man ein deutlich älteres Publikum bespaßen will, das mit veralteten Browsern surft.

Die Bewertung kommerzieller WordPress Themes

Alle Theme-Marktplätze lassen die Themes durch die Käufer bewerten. Bei einer Auswahl sollte diesem Rating der erste Blick gelten. Wenn ein Theme hunderte von vier- oder fünfsterne Bewertungen hat, dann ist das ein gutes Zeichen. Sammelt ein Theme dagegen nur ein-drei Sterne, dann heißt es Vorsicht.

Wenn noch nicht viele Bewertungen existieren, beispielsweise weil das Theme erst seit kurzem veröffentlicht ist, lohnt ein Blick auf die Historie des Entwicklers. Hat dieser in der Vergangenheit schon gut bewertete Themes publiziert, dann ist die Chance groß, das er auch bei seinem aktuellen Theme solide Arbeit geleistet hat.

Ältere Themes, die nicht oft verkauft wurden, gilt es zu meiden, da sie dann zumeist nicht mehr regelmäßig geupdated werden. Das ist auf Dauer ein Sicherheitsrisiko.

Ein weiterer Maßstab ist die Kommentar- und Supportsektion des Themes. Wie lange benötigt der Support für eine Antwort? Wie viele der Anfragen sind als „gelöst“ markiert? Sind die Kunden mit dem Support zufrieden? Und: Was für Websites werden mit dem Theme entwickelt? Entdeckt man hierunter hochkarätige Websites, dann ist das ein Use-Case, der das Individualisierungspotential der Website aufzeigt.

Insgesamt ist diese Recherche zwar zeitaufwendig, zahlt sich aber nach hinten aus.

Testen Sie das Theme

Ein Theme sollte unbedingt mit einem Live-Beispiel aufwarten. Hier kann man sehen, ob einem das Design grundsätzlich gefällt. Auf einer solchen Testseite sind zudem die integrierten Elemente und Funktionen sichtbar. Sind diese per Shortcode einsetzbar oder wird ein grafischer, sogenannter „Page Layout Builder“ eingesetzt? Letzteres ist für Anfänger von Vorteil.

Aprospos Anfänger: An dieser Stelle sollte man ehrlich sein eigenes WordPress-Niveau und die Codingkompetenz einschätzen. Einiges Themes haben hunderte von Einstellungsmöglichkeiten, hier geht der Überblick schnell verloren. Für eine kleine Website benötigt man keine eierlegende Wollmilchau, in deren Konfigurationsdialogen man sich verliert. Ein schicker One-Pager, der die zentralen Elemente schnell einsetzbar im Backend bereit hält, führt zu schnelleren und oft auch besseren Ergebnissen. Löblich ist in diesem Zusammenhang, wenn das Theme gleich ein Child-Theme mitbringt, das vereinfacht die Updates, sollte man Anpassungen vorgenommen haben.

Das Theme wird bekanntermaßen aus dem WordPress-Backend heraus gesteuert. Dieses sollte intuitiv bedienbar sein. Die wenigsten Testsites bieten Loginbereiche, in denen man dieses testen kann, oftmals aber Tutorials, in deren Screenshots oder Filmen man einen Eindruck vom Backend erhält. Eine schriftliche Dokumentation sollte das Theme abrunden.

Kein Webdesign hält ewig. Einer der zentralen Vorteile von Content Management Systemen (CMS) ist die Trennung von Inhalt, Funktion und Design. Bei Auswahl und Anpassung des Themes gilt es darauf zu achten, einen weitgehend problemlosen späteren Wechsel des Themes zu ermöglichen. Darüber haben wir einen eigenen Beitrag verfasst.

Der Kauf des Themes

Ein Tipp vorweg: Verrammschungsseiten gilt es zu vermeiden. Die dort angebotenen Themes werden meist nicht mehr gepflegt. Fast unnötig zu erwähnen dass kommerzielle Themes aus illegalen Quellen extrem problembehaftet sind. Nicht nur, weil Copyright verletzt wird – oft versteckt sich auch Malware im Code.

Irgendwann heißt es halt zu zahlen. Hierbei gilt es auf etwaige Folgekosten zu achten. Auf den Marktplätzen liegt der Kaufpreis zwischen 25 und 80 Euro, Updates inkludiert. Damit darf das Theme auf genau einer Domain eingesetzt werden, erweiterte Lizenzen kosten dementsprechend mehr. Bei Elegant Themes schließt man dagegen einen Vertrag ab, der die Nutzung für jeweils ein Jahr erlaubt.

Fazit

Der Einsatz eines kommerziellen WordPress Themes kann eine Website in neue Sphären heben. Schickes, modernes Design und neue Funktionen bringen Ihnen, vor allem aber Ihren Besuchern viel Freude. Vor dem Kauf sollte man eine Anforderungsliste erstellen, um den Bedarf festzulegen sowie sich genügend Zeit bei der Auswahl nehmen.

Gibt es etwas was wir nicht berücksichtigt haben? Was haben Sie für Erfahrungen beim Kauf von WordPress Themes?


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