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Die Anpassungsfunktion von WordPress – Der Customizer

Die Anpassungsfunktion von WordPress – Der Customizer

Vielen von Ihnen dürfte sie seit der WordPress Version 3.4 schon über den Weg gelaufen sein. Nicht jeder benutzt die Funktion, trotzdem bietet sie einige große Vorteile. Die Rede ist von der Anpassung (engl. „Customizer“), welche sowohl in der Toolbar als auch im Dashboard Menü unter Design → Anpassen zu finden ist. Heute wollen wir Ihnen genau diese Funktion näher bringen und ihre Vorteile aufzählen, damit auch Sie in Zukunft von ihr profitieren können.

Was man über den Customizer wissen muss

Die zentrale Anpassungsfunktion (Menüpunkt Anpassen in der Toolbar) wurde mit WordPress 3.4 vor bereits ca. zwei Jahren eingeführt. Das Ziel dieser Funktion ist es, die Anpassungen und Einstellungen von WordPress zu vereinheitlichen, zu zentralisieren und zu erleichtern. Bisher sieht die Realität nämlich so aus, dass die Einstellungsmöglichkeiten von WordPress, der Plug-ins und der Themes kunterbunt im Administrationsbereich von WordPress verteilt sind. Ursache dafür ist, dass es früher keine festen Regeln für die Platzierung von Einstellungen gab. So haben besonders die Autoren kommerzieller Themes die unterschiedlichsten Einstellungsmöglichkeiten für Ihre Themes entwickelt, um sich vom Wettbewerb zu unterscheiden.

Dieses Kuddelmuddel soll sich jetzt endlich ändern und es wird einiges dafür getan. Für die Aufnahme eines Themes in das Themenverzeichnis von WordPress.org ist es zum Beispiel mittlerweile Pflicht, den Customizer für die Anpassungen zu verwenden. Und mit der neuesten Version 4.3 von WordPress ist die Anpassen-Option in die Hauptebene der Toolbar gerutscht. Grund genug für uns, Ihnen die Vorteile und Möglichkeiten näherzubringen.

Anpassen in der WordPress Toolbar

Seitenmenü: Alles übersichtlich

Öffnen Sie die Anpassung, so werden Sie gleich auf das Seitenmenü aufmerksam, welches übersichtlich alle Optionen aufteilt, unter welchen Sie Ihr Theme anpassen können. WordPress selbst erlaubt den Austausch des Themes und die Anpassungen der „Statischen Startseite“, der Menüs und der Widgets. Die Theme-Autoren können dem weitere Einstellungsmöglichkeiten hinzufügen. Und diese fallen ganz unterschiedlich aus. Hier haben wir mal die Optionen von den beliebten Themes „Twenty Thirteen“ (links) und „Divi“ (rechts) gegenüber gestellt:

Customizer von Twenty Thirteen und Divi

Customizer von Twenty Thirteen und Divi

Klicken Sie auf einen Abschnitt im Menü, öffnen sich Untermenüs, die Ihnen einen genauen Überblick darüber geben, was Sie grade verändern können. In der Regel sind die Anpassungen simpel gehalten. Einfach einen Regler verschieben und die Seite verändert sich. Nur wie gesagt: Welche Optionen in der Anpassung vorhanden sind und wie diese gestaltet sind, hängt allerdings immer von Ihrem Theme ab.

Menüregler für die Anpassung der Themes

Regler für Anpassungen am Beispiel des Themes Divi 2.4

Live-Ansicht: Alles sofort sehen

Einer der größten Vorteile der Anpassung in WordPress ist wohl die Live-Ansicht. Ihr ist es zu verdanken, dass ein lästiges hin- und herschalten zwischen den Tabs nicht mehr nötig ist, um die Änderungen an Ihrer Seite zu sehen, die Sie vorgenommen haben. Verändern Sie beispielsweise ein Menü oder ein Widget, so wird dies in der Live-Ansicht neben Ihren Einstellungen direkt angezeigt. So können Sie einfach und gezielt entscheiden, ob Ihnen die Veränderungen gefallen, sie gespeichert werden sollen, oder Sie sie wieder verwerfen wollen.

Live Ansicht WordPress Customizer

Live-Ansicht neben den Einstellungen

Mobile Ansicht optimieren

Es gibt eigentlich kein WordPress Theme mehr, das sich nicht (dank „Responsive Design„) an die Bildschirmgröße mobiler Geräte anpasst. Die innovativsten Themes bieten entsprechend direkt im Cutomizer eine Vorschau und die Möglichkeit, Einstellungen zur Optimierung auf mobilen Geräten vorzunehmen. Ein schönes Feature, wie wir finden.

Mobile Ansicht im WordPress Customizer

„Mobile Designs“ am Beispiel vom Theme Divi 2.4

Fazit

Die zentrale Anpassungsfunktion ist praktisch und wird den Einstieg in WordPress weiter erleichtern. Wir zumindest hoffen, dass in den nächsten Monaten immer mehr Autoren bei der Entwicklung Ihrer Themes und Plug-ins von dem Customizer Gebrauch machen werden und man immer mehr Einstellungsmöglichkeiten im Customizer vorfinden wird.

Das einzige Problem, was wir zugegebener Maßen haben, ist die die Bezeichnung dieser Funktion. Wie Sie vielleicht beim Lesen dieses Beitrags festgestellt haben wissen wir nicht genau, sollen wir das Ding jetzt „Anpassen“, „Anpassung“ oder „Customizer“ nennen. Was meinen Sie? 😉

Autor:

Seit August 2015 bei Elbnetz und ein großer WordPress-Fan. Ich habe eine Ausbildung zur Assistentin für Screen Design und programmiere/zeichne in meiner Freizeit rund um die Uhr.

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